Journalismus ist kein Marketing – und trotzdem unverzichtbar
Journalismus und Marketing verfolgen unterschiedliche Ziele.
Der eine will informieren, der andere überzeugen. Und doch fehlt im Marketing häufig genau das, was Journalismus auszeichnet:
Struktur, Klarheit und Relevanz.
Information reicht nicht aus
Viele Unternehmensinhalte sind korrekt.
Sie erklären Produkte, Dienstleistungen oder Abläufe. Was sie nicht leisten: Orientierung. Information ohne Einordnung lässt Leserinnen und Leser allein.
Guter Journalismus hingegen beantwortet immer auch:
- Warum ist das wichtig?
- Was bedeutet das für mich?
- Was folgt daraus?
Marketing ohne journalistisches Denken wirkt hohl
Reines Werbedenken führt oft zu:
- Superlativen ohne Beleg
- Phrasen ohne Substanz
- Versprechen ohne Kontext
Das erzeugt kurzfristig Aufmerksamkeit, aber selten Vertrauen.
Journalistisches Denken zwingt zur Präzision:
- Was ist wirklich relevant?
- Was ist belegbar?
- Was ist verzichtbar?
Die Verbindung beider Welten
Wirksamer Content entsteht dort, wo sich beides verbindet:
- journalistische Sorgfalt
- marketingstrategisches Ziel
Das bedeutet:
- klare Aussagen statt Worthülsen
- verständliche Sprache statt Fachjargon
- Haltung statt Anpassung
Warum das für KMUs besonders wichtig ist
Kleine und mittelständische Unternehmen leben von Vertrauen.
Nicht von Reichweite, nicht von Lautstärke.
Gerade deshalb brauchen sie Inhalte, die:
- glaubwürdig
- nachvollziehbar
- konsistent
sind.
Journalismus verkauft nicht. Aber ohne journalistisches Denken wirkt Marketing beliebig. Wer beides kombiniert, schafft Content, der informiert und überzeugt. Gerade für Unternehmen ohne große Marketingabteilungen lohnt es sich, Inhalte strategisch und redaktionell sauber aufzubauen.
