Warum kleine und mittelständische Unternehmen mit Content scheitern
Viele kleine und mittelständische Unternehmen sind heute auf Social Media aktiv. Es wird gepostet, geliked, kommentiert. Und trotzdem bleibt der Eindruck: Es bringt nichts.
Keine Anfragen, keine spürbare Wirkung, kein messbarer Beitrag zum Geschäft.
Das liegt selten an mangelndem Engagement. Und fast nie am Algorithmus.
Der Grund ist deutlich banaler – und struktureller.
Content ohne Ziel ist Beschäftigung
In vielen Unternehmen entsteht Content nebenbei.
Zwischen Kundenterminen, Projektarbeit und Tagesgeschäft wird „auch noch schnell etwas gepostet“.
Was fehlt, ist eine klare Antwort auf eine einfache Frage:
Was soll dieser Inhalt bewirken?
- Vertrauen aufbauen?
- Kompetenz zeigen?
- Ein konkretes Angebot erklären?
- Ein Gespräch anstoßen?
Ohne Ziel wird Content beliebig. Und Beliebigkeit ist das Gegenteil von Wirkung.
Der Denkfehler: Mehr Content = mehr Erfolg
Ein weit verbreiteter Irrtum lautet:
„Wir müssen einfach mehr posten.“
In der Praxis führt das zu:
- austauschbaren Texten
- allgemeinen Aussagen
- immer gleichen Formulierungen
Nicht die Menge entscheidet, sondern die Relevanz für eine klar definierte Zielgruppe.
Warum gutes Handwerk im Content fehlt
Viele Inhalte sind formal korrekt, aber inhaltlich leer.
Sie beschreiben, was ein Unternehmen macht – nicht warum das für Kund:innen relevant ist.
Das ist kein kreatives Problem, sondern ein strukturelles:
- fehlende Priorisierung
- fehlende Perspektive der Zielgruppe
- fehlende Übersetzungsleistung zwischen Fachwissen und Nutzen
KMUs scheitern nicht an Content. Sie scheitern an fehlender Klarheit. Guter Content braucht:
- ein Ziel
- eine Haltung
- eine klare Vorstellung davon, für wen er gedacht ist
Alles andere ist Beschäftigung. Wenn ihr euch im eigenen Content wiedererkennt und wissen wollt, wie Inhalte strategisch sinnvoll aufgebaut werden können, lohnt sich ein genauerer Blick von außen.
